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Chronik

So fing alles an...

Deutschland im Jahre 1945, das ganze Volk steht vor einem Wiederbeginn. Trotz des unmittelbar nach Kriegsende von der Militärregierung verhängten Sportverbots regen sich die am Sport interessierten Kreise im ganzen Land. Auch in Holenbrunn wurde der von der damaligen NSDAP geduldete Reichsbahnsportverein in den Zentralsportverein umgewandelt. Der erste Vorstand muß Jakob Dick gewesen sein und Spartenleiter war Johann Bayer. Bereits Ende 1945, so berichtet Walter Drenske, wurde in Holenbrunn Fußball gespielt, das Training leitete Walter Drenske. Aber im Jahre 1946 wurde das Handballspielen in Holenbrunn populär und mit Fußball war es zunächst vorbei.

 

Als Sportplatz diente damals der sogenannte „Bagger“, eine kleine Ebene, die 1913 beim Bau der Bahnlinie mit einem für die damligen Verhältnisse riesigen Bagger ausgehoben wurde. Der Platz lag zwischen den Bahnlinien Holenbrunn – Hof und Holenbrunn – Selb (auch vom heutigen Brückenradweg aus noch zu sehen). Der offizielle Zugang wäre durch die Unterführung an der Verbindungsstraße nach Schönlind gewesen, aber die Besucher wählten – sehr zum Ärgernis der Bundesbahn – den kürzeren Weg über die Gleise. Dieser Platz hatte „nur 3 Ecken“. In der vierten Ecke befand sich ein riesiger Hügel (auf dem Foto unten zu sehen), der den Aktiven immer wieder Kopfzerbrechen bereitete. 1947 wurde eine Damenhandballmannschaft gegründet, allerdings nur von kurzer Dauer. Auch bei den Herren gab es immer wieder personelle Veränderungen und langsam wurde König Fußball immer beliebter in Holenbrunn.

 

Das erste Protokoll, auf das der SVH zurückgreifen kann trägt das Datum 25. Januar 1948. Hier wird von der Gründung des „Turn- und Sportvereins Holenbrunn“ berichtet. Damals waren 40 Männer und 14 Frauen Mitglied beim Verein. Erster Vorstand war Anton Decker. Als Vereinskapital waren 1889 Reichsmark vermerkt. Dass in den Anfängen alles sehr hektisch war sieht man daran, dass im ersten Jahr dreimal der Vorstand wechselte.


„Gründungsversammlung eines neuen Vereins“ war der Haupttagungspunkt der Generalversammlung am 28. August 1949. Die in Holenbrunn noch bestehende „Reichsbahnsportgemeinschaft“ fusionierte mit dem TSV und somit war der Weg geebnet für den „Sportverein Holenbrunn“. Ab 1950 gab es nur noch die Sparte Fußball.

 

 

Gruppenbild 1

 

Ein Foto von der ersten Handballmannschaft nach dem Krieg mit folgender Aufstellung:

 

Paul Picha, Helmut Günther, Karl Günther, Hans Zapf, Alfred Tröger, Willi Reul, Ludwig Küspert, Bernhard Wiesmach, Alfred Reul, Kurt Schraml, Walter Bretzke

Gruppenbild 2

 

Das Bild entstand bei einem Spiel der Damen gegen Oberredwitz. Die Holenbrunnerinnen (weißes Trikot von links) Irmgard Tröger, Friedl Bauer, Ilse Nelkel und Irmgard Kleinert. Deutlich zu erkennen der Erdhaufen, dem zwar eine Ecke zum Opfer fiel, aber für die Zuschauer eine willkommene Tribüne darstellte.

 

Die 50er Jahre

In einer Sitzung am 28.03.1952 wurde über die Bemühungen zur Beschaffung eines neuen Sportplatzes am Grenzweg berichtet. In der Generalversammlung vom 7. Februar 1954 wurde vom Aufstieg der Fußballer in die B-Klasse berichtet. Der Mitgliederbestand betrug 64 Erwachsene und 7 Jugendliche. Im Jahr darauf erfolgte der Abstieg in die C-Klasse, Schuld daran gab man nur den Schiedsrichtern, die nur gegen Holenbrunn gepfiffen hätten.


Im Sommer 55 wurde die Sportplatzfrage akut und am 27. August war zwischen Schulhaus und Grenzweg ein erster Arbeitsansatz anberaumt. Die Größe des Spielfeldes betrug 90 x 60 Meter. Am 5. und 6. Oktober fand das erste Pokalturnier auf dem neuen Sportplatz statt. Die Gastmannschaften waren FC Marktleuthen, FC Vorwärts Röslau und ATG Tröstau.


Im August 1958 fand das erste Jugendpokalturnier statt. Auch in diesem Jahr wurde eine Reservemannschaft aufgestellt. Eintrittspreis auf dem Sportplatz waren 60 Pfennige.

 

Erinnerungsfoto an das Aufstiegsspiel Holenbrunn – Höchstädt am 21. Juni 1953 in Thiersheim das mit 4-3 gewonnen wurde und den Aufstieg in die B-Klasse sicherte.

 

 

Gruppenbild 50er

Stehend von links: Hans Unglaub, Heinrich Göschel, Walter Keil, Max Meister, Georg Braun, Willi Feucht, Alfred Reul, Karl Stark, Hans Werner, Franz Havliczek, Walter Gaßmus, Georg Seiferth

 

Sitzend von links: Horst Gaßmus, Siegfried Neidhardt, Willi Neidhardt

 

 

Die 60er Jahre

Das neue Jahrzehnt begann beim SVH mit einer Generalversammlung am 3. Januar. Es wurde berichtet, dass der ersten Mannschaft nur noch 4 Punkte zum Aufstieg braucht und eine Liste mit den Eintrittsdaten aller Mitglieder angelegt werden soll.


1962 gab es enorme Probleme beim Fußballbetrieb, weil fast eine komplette Mannschaft zur Bundeswehr einberufen wurde. Im Jahr 1965 war Zahl der Mitglieder von 130 auf 86 gesunken, die Gymnastikgruppe wurde aufgelöst und auch bei den Fußballern gab es Probleme eine Mannschaft zu stellen. 1966 wurde gemeldet, dass der Verein mit Horst Fuchs und Herbert Steiner erstmals zwei Schiedsrichter stellt. 1969 spielte eine SVH-Mannschaft erstmals in der Stiftlandgruppe und eine Jugendmannschaft nahm wieder den Spielbetrieb auf.

Die 70er Jahre

Wegen der schlechten Finanzlage wurden „Bettelbriefe“ an die Holenbrunner Geschäftswelt verschickt. Im Sommer 1971 machten Gerüchte die Runde, dass der Verein aufgelöst werde, aber die Zusage aller aktiven zum Weitermachen und einige Neuzugänge machten alle Spekulationen gegenstandslos.


Eine Beitragserhöhung auf 1,50 Mark wurde beschlossen. Am 19. Juli 1976 wurde der Verein ins Vereinsregister eingetragen. Erfreulich war, dass es schon zwei Schülermannschaften gab und auch genug Spieler für eine Reservemannschaft. In einer Sitzung am 6. Januar wurde vorgeschlagen, den Verein in „Sportverein Rosenthal Technik Holenbrunn“ umzubenennen. Dem Antrag wurde zwar mit großer Mehrheit zugestimmt, aber es wurde nichts daraus. Ab 1977 wurde der Beitrag per Bankeinzug erhoben und eine neue Damengymnastik-Gruppe wurde gegründet.


Am 3. Februar wurde die Gründung der Tischtennisabteilung bekanntgegeben. Spartenleiter war und ist es auch jetzt noch, Rolf Reichert.

Die 80er Jahre

In der Jahreshauptversammlung 1980gab der Vorsitzende Buberl bekannt, dass die Mitgliederzahl auf 216 angestiegen ist. Der Sportplatz wurde Richtung Grenzweg verlängert, Drainagen gelegt und Metalltore angeschafft.


1983 stieg die 1. Mannschaft in die B-Klasse auf und der Fairnesspreis wurde geholt. Bis 1984 war die Mitgliederzahl auf 311 gestiegen. Erstmals wurde durch die Fußballer für das Wintertraining der Hartplatz der Bundeswehr genutzt und an drei Diensttagen stand die Halle der Realschule zur Verfügung. Auch eine Beitragserhöhung gab es damals auf 36 Mark.


1985 stand der Bau eines Ausweichplatzes zur Debatte. Die Berg- und Talfahrt der Fußballer hielt an, auf jeden Aufstieg folgte der prompte Abstieg.


1987 stieg die erste Tischtennismannschaft in die Bezirksliga auf.


1988 gab es in Holenbrunn 7 Fußballmannschaften, 5 TT-Teams und eine Gymnastikabteilung, die Mitgliederzahl stieg auf 354.


1989 wurde die Sparte Karate gegründet, die Kosten für den Belag des Hartplatzes beliefen sich auf 20000 Mark. Auch wurde erstmals ein Tennisturnier in Juliushammer abgehalten.

Die 90er Jahre

Mit Beginn der Saison 89/90 wurde als Trainer Anton Zapf verpflichtet. Damit begann in Holenbrunn die „Goldene Zeit“.

 

Bis 1992 war die Mitgliederzahl auf 411 gestiegen, davon 81 Jugendliche. Am Sportplatz wurden Auswechselkabienen gebaut und eine Lautsprecheranlage installiert. Bei den Problemflächen des Spielfeldes wurde erstmals Rollrasen verlegt. Die erste Mannschaft schaffte den Aufstieg in die A-Klasse und es wurden an alle Spieler kleine Silberbarren verteilt. Auch waren die ersten Tafeln der Bandenwerbung fertig und konnten montiert werden. Der Jahresbeitrag sieg auf 48 DM. Hauptthema einer Sitzung im Mai war der Aufstieg der Fußballer in die Bezirksliga.

 

1994 stieg die Mitgliederzahl auf 454 und die erste Mannschaft stieg in die Bezirksoberliga auf.

 

 

Gruppenbild 90er Jahre 1

 

Stehend von links: Ernst Buberl, Werner Busch, Anton Zapf, Wolfgang Fischer, Stefan Grohmann, Peter Schneider, Bernd Seidel, Klaus Benker, Werner Unglaub

 

Sitzend von links: Mehmet Orak, Andreas Bayer, Michael Grohmann, Michael Hermann, Markus Seidel, Andre Wondra

Gruppenbild 90er Jahre 2

 

Hintere Reihe: Wolfgang Fischer, Andre Wondra, Klaus Mauersberger, Michael Selhorst, Markus Göritz, Bernd Seidel, Jürgen Reul, Martin Kampka, Flo Gelius, Nik Gelius

 

Mittlere Reihe: Ernst Buberl, Werner Unglaub, Stefan Unglaub, Mehmet Orak, Thomas Reul, Markus Kulikowski, Klaus Siart, Alexander Karger, Michael Hermann, Hans Sprenger, Anton Tapf

 

Vordere Reihe: Alexander Lindner, Martin Stöckl, Stefan Grohmann, Dieter Mauersberger, Gerhard Gumz, Mario Pinzer, Andreas Nürnberger, Olaf Göritz, Peter Schneider, Klaus Benker